Meet my Team! – #3 Seattle Seahawks

Kapitel 3 – Seattle Seahawks

Seattle Seahawks Flag | Oates Flag

Ganz im Norden der Westküste, an der Grenze zu Kanada, befindet sich mein nächstes Ziel. Eine sehr junge Franchise mit einer erfolgreichen Vergangenheit und vielversprechenden Zukunft.

Geschichte

Wayne Field gründete im Februar 1969 die „Seattle Sea Lions Management Corp.“ um ein neues NFL-Team in Seattle ins Leben zu rufen. Einer seiner wichtigen Leute hierfür war der ehemalige Footballspieler und Investor Hugh McElhenny, welcher Vizepräsident und General Manager werden sollte.

Ende 1969 entschied man sich den Namen in „Kings“ zu ändern. Der Name schien passender zum neuen Stadion nähe der „King Street Station“. Jedoch war man nicht der einzige mit der Idee eines Football Teams.

Die „Seattle Professional Football Inc.“ gab am 15.6.1972 bekannt, sich ebenfalls um ein Football Team für die Stadt Seattle zu bemühen. Als die Stadt Seattle am 5.6.1974 den Zuschlag für ein neues NFL Team erhielt und die absehbaren Kosten hierfür weiter anstiegen, zogen die „Kings“ Ende Oktober ihre Offerte zurück. Somit erhielt die Seattle Professional Football Inc. die Besitzrechte. Owner Lloyd Nordstrom begann das Abenteuer NFL zur Saison 1976 mit seinem Team.

John Thompson wurde der erste General Manager, des noch immer namenlosen Teams. Letztendlich trug man einen öffentlichen Wettbewerb aus, bei welchem sich der Name „Seahawks“ durchsetzte. Doch in welche Conference und Division nun mit Ihnen?

Ebenfalls neu in der Liga waren die Tampa Bay Buccaneers. Beide Teams sollten in Ihrer Premierensaison gegen jedes Team aus Ihrer Conference und gegeneinander spielen. Im Jahr darauf wird die Conference gewechselt und das gleiche findet noch einmal statt. Eine Auswertung der Leistungen und Fernseh Ergebnisse soll dann entscheiden.

Jetzt fehlen nur noch die Spieler und Staffmitglieder: Erster Mann für das neue Team wurde ehemaliger Wide Receiver Dave Williams. Er fungierte als Pressesprecher und Assistent des General Managers. Ein Head Coach durfte auch nicht fehlen. Diesen Job bekam Jack Patera und Jim Zorn wurde ihr erster Quarterback.

Lloyd Nordstrom bekam seine Seahawks jedoch nie in einem NFL Spiel zu sehen, da er am 20.1.1976 an einem Herzinfarkt starb. Sein Bruder Elmer Nordstrom übernahm das Team. Im ersten NFL Draft 1976 wählte man an zweiter Stelle Defensive Tackle Steven Niehaus.

Weitere erste Male ließen nicht lange auf sich warten. Noch vor Saisonbeginn verzeichnete man den ersten Trade der Vereinsgeschichte. Wide Receiver Steve Largent kam für einen 8th Round Pick. Das erste Spiel (Preseason) verlor man gegen die 49ers (20 – 27). Der erste Sieg gelang im fünften Preseason-Spiel gegen die Chargers (17 – 16). Sieg Nummer Eins in der Liga konnte bei den Buccaneers eingefahren werden und der erste Sieg vor heimischer Kulisse kam drei Wochen später gegen die Falcons dazu.

Niehaus und Zorn wurden zum NFC Defensive & NFC Offensive Rookie of the Year gewählt. Sogar der Pro Bowl fand im Heimischen „Kingdome“ statt und war der erste ausverkaufte seiner Geschichte.

Nach der Saison 1976 wechselte man in die AFC, in welcher man letztendlich bis 2001 auch verblieb. Am Ende der zweiten Saison konnte man einen Record von 5-9 aufweisen, ein neuer Rekord für Expansion Teams in Ihrem zweiten Jahr.

1978 erreichte man den ersten positiven Record mit 9-7 und war das erste Team seit 13 Jahren, welches die Raiders zweimal in einer Saison besiegte. Fullback David Sims führte mit 15 Touchdowns die Liga an, Largent war der erste Seahawks Spieler im Pro Bowl und Coach Patera wurde zum Coach of the Year ernannt.

Von 1980 bis 1982 ging es etwas ernüchternder weiter für die junge Franchise. Zwar konnte man mit Safety Kenny Easley den AFC Defensive Rookie of the Year 1981 stellen, mehr jedoch auch nicht.

Das kommende Jahr begann mit Spieler Streiks. Als Folge dessen wurden Jack Patera und John Thompson entlassen und von Mike McCormack ersetzt. Dieser verblieb nach der Saison 1982 als General Manager und im Präsidium.

1983 begann die Ära des Chuck Knox. Er kam als neuer Head Coach nach Seattle und brachte Änderungen im Spielsystem und Personal mit. Der neue Mittelpunkt wurde Rookie Runningback Curt Warner. Mit Steve Largent, dem neuen Quarterback Dave Krieg in der Offense und Jacob Green mit Kenny Easley in der Defense, konnte man das erste Mal die Play-offs erreichen. Endstation war im AFC Championship Game, welches man gegen die Rams verlor (14 -30).

Nachdem sich Warner zum Beginn der neuen Saison schwer verletzte, musste Knox sein Spielsystem anpassen. Das Resultat: „Air Knox“, wobei der Fokus auf dem Passspiel lag. Mit einem 12-4 Record erreichte man erneut die Postseason, dieses Mal scheiterte man an Dan Marinos Dolphins.

Man startete 1987 mit großen Erwartungen in die Saison. Linebacker Brian Bosworth konnte im Draft verpflichtet werden, aber ein erneuter Spielerstreik kam dem ganzen dazwischen. Mehr als die Wildcard-Runde in den Playoffs war nicht drin.

Ken Behring kaufte die Seahawks 1988 für 88 Mio. US-Dollar auf und wurde somit neuer Owner. Trotz zahlreicher Abgänge wie u.a. Kenny Easley, Cornerback Fredd Young oder den wegen Dopings gesperrten Terry Taylor, konnte man zum ersten Mal die AFC West gewinnen. Ende war wieder direkt in der Postseason. Daraufhin entließ Behring McCormack und ersetzte ihn durch Tom Flores, welcher neuer Präsident und GM wurde.

Die kommenden Jahre waren von Erfolglosigkeit und Turbulenzen geprägt. Spieler kamen und gingen, genauso wie es die Head Coaches taten. Sogar ein neuer Owner kam mit Microsoft Mitbegründer Paul Allen im Jahr 1997 nach Seattle.

Ohne Allen, welcher kürzlich erst verstarb, wären die Seahawks wahrscheinlich aus Seattle weggekauft worden. 2002 folgte unter neuem Logo, neuen Farben und Co. der Umzug ins neue Stadion, dem CenturyLink Field. Zudem wechselte man in die NFC West Division.

Nachdem man 2003 in den Play-offs an den Packers und 2004 an den Rams scheiterte, lagen die Erwartungen für die Saison 2005 recht hoch. Tim Ruskell, neuer General Manager, schaffte es die Verträge von Shaun Alexander, Matt Hasselbeck und Walter Jones zu verlängern. Die Saison verlief besser denn je, Alexander wurde zum MVP der Liga gewählt und man erreichte den Super Bowl XL. Diesen verlor man jedoch gegen die Steelers mit 21 – 10.

Bis 2010 passierte nicht mehr viel beim nördlichsten Team der NFL, bis ein gewisser Pete Carroll als neuer Head Coach eingestellt wurde. Er und der neue GM John Schneider krempelten die Seahawks komplett um. Trotz negativem Record schaffte man es in die Play-offs, in denen man den amtierenden Champion, die  New Orleans Saints, schlagen konnte. Mann der Stunde war Running Back Marshawn Lynch. Trotzdem war im nächsten Spiel gegen die Bears wieder einmal Schluss.

Mit Russell Wilson konnte man im Draft 2012 einen echten Senkrechtstarter dazu gewinnen. Im Jahr darauf stießen mit Cliff Avril und Michael Bennett zwei Defensivwaffen zum Team. Ergänzt von der Secondary um Sherman, Browner, Chancellor, Thomas und Maxwell bekam diese Defense den Spitznamen „Legion of Boom“. Man konnte in den Super Bowl XLVIII gegen die Broncos einziehen. Am Ende gewann man den ersten Titel in der noch so jungen Historie (43:8).

Die Saison 2014 dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Nach einem durchwachsenen Start schaffte man es erneut in den Super Bowl XLIX gegen die Patriots. Was hier wenige Sekunden vor Ende des Spiel geschah, können die wenigsten nachvollziehen. Die Interception an der 1 Yards Linie der Patriots kostete den zweiten Titel in Folge (24 – 28).

NFC Championships: 2005, 2013, 2014

Super Bowls: 2013 (XLVIII)

Hall of Fame

  • Kenny Easley
  • Steve Largent
  • Walter Jones
  • usw.

Kultur

“In der Gegend um Seattle kommst du nicht um die Seahawks rum.”

“Das” Symbol der Seahawks, ist eine Flagge die jeder Football-Fan schon mindestens einmal gesehen hat. Die “12th Flag” wird im Century Link Field, vor jedem Kickoff, von einer berühmten Persönlichkeit mit Bezug zur Stadt Seattle und den Seahawks, unter tosendem Applaus gehisst. Zudem wird die Zahl keinem Spieler mehr vergeben, sie gehört den Fans. Der für das Team übliche Fangesang “Sea-Hakws” darf natürlich nicht fehlen. Zum Equipment eines Fans gehört natürlich auch ein Handtuch, welches geschwungen wird und “Skittles” auch wenn Marshawn Lynch nicht mehr Teil des Teams ist. Lynch bekam von seiner Mutter als Kind vor den Spielen “power pellets”, welche Skittles waren. Seine Liebe zur süßen Versuchung riss von dort an nie ab. Selbst das Wahrzeichen Seattles, die “Space Needle” wird beim Erreichen der Playoffs mit einer “12 Flag” geschmückt. Die “12 Flag” verbleibt dort bis die Saison ein Ende nimmt.

Zu Gast hatte ich dieses Mal drei Anhänger der German Sea Hawkers. Andrea, Oliver und Tobias haben mir Ihre Seahawks ein bisschen näher gebracht.

Andrea hat das erste Mal 2005 was vom Super Bowl und American Football gehört, als sie Ihren jetzigen Mann kennen lernte. Dieser war damals mit der US Army in Bamberg stationiert. Da Sie schon immer sportbegeistert war, schaute Sie natürlich mit und er erklärte Ihr was auf dem Feld passiert. 2009 folgte dann der Umzug nach Washington State. “In der Gegend um Seattle kommst du nicht um die Seahawks rum” erzählte Sie mir. So war es nur noch eine Frage der Zeit, bis man 2011 das erste Mal ein Heimspiel besuchte. Seit diesem Spiel gegen die Cardinals, welches man 13-10 gewann, sind die beiden Anhänger der Seahawks. Ja auch ihr Mann fiebert für die Seahawks mit, obwohl er durch die Heimat trotzdem noch sehr mit den Chiefs verbunden ist. Jedes Jahr versuchen die beiden Spiele ihrer Seahawks live im Stadion zu verfolgen. Der Sport, die Stadt und das Team haben es Andrea richtig angetan und es ist für sie unvorstellbar, Fan eines anderen Teams zu sein.

Ihr Lieblingsspieler von damals kam 2012 im Zuge des Drafts zu Seattle. QB Russell Wilson war von Tag Eins im Training Camp ihr Favorit auf den Starting Spot bei den Seahawks. Im Vergleich zu Matt Flynn war er von Anfang an der bessere und konnte sich letztendlich auch durchsetzen.

Oliver ist im Alter von 17 Jahren zum American Football gekommen. Seine Freunde und er schauten beim Football Team in Ihrer Heimat zu und versuchten sich selbst mal am Sport mit dem Ei. Damals schaffte es mit Olaf Hampel einer der ersten Deutschen in die NFL. Zwar hatte er damals kein Lieblingsteam, jedoch fesselte Ihn der Sport im Allgemeinen. Die wöchentlichen Highlights auf Sport1 (ehm. DSF) und die Zeitschrift „Huddle“ waren die einzigen Möglichkeiten die NFL zu verfolgen. Das Wildcard Game 2011 brachte Oliver letztendlich zu den Seahawks. Die einzigartige Stimmung und die Emotionalität jedes einzelnen Fans beeindruckten Ihn. Dies merkte man vor allem beim sog. „Beast Quake„, als beim Touchdown-Lauf von Marshawn Lynch ein Seismograph das Jubeln der Fans als leichtes Erdbeben aufzeichnete. Außerdem gefiel Ihm Lynchs Art neben dem Platz. „I’m just here, so I won’t get finded.“ Mit dieser Antwort auf jede Interviewfrage beim Media Day zum Superbowl XLIX versuchte der Rebell einer weiteren Geldstrafe zu gehen. 2019 besuchte er mit den German Sea Hawkers das Heimspiel gegen die LA Rams. Er und ein paar weitere von Ihnen hatten das große Glück per Fieldpass während des Warm up´s der Teams am Spielfeldrand stehen zu dürfen. Stimmung und Atmosphäre waren einzigartig. Die Emotionalität sei nicht zu vergleichen mit der in einem Fußballstadion in Deutschland. Ganz Seattle ist mit Merchandise des Teams geschmückt. Die Stadt ist sehr stolz auf Ihr Football Team.

Tobias hatte schon als Kind Interesse am American Football. Er bekam 1985 eine Bears Jacke und konnte sie nicht mehr ablegen. Als er 2011 kurz vor Weihnachten seine Familie nahe Seattle besuchte, ging es ins Stadion zum Spiel gegen die 49ers (17-19). Das Tailgating vor dem Spiel, die Stimmung und Lautstärke während des Spiels sowie die ganze Atmosphäre drum herum haben ihn “weggeblasen”. Als Krönung erhielt er noch das Jersey von Chris Carlson. Die Freundlichkeit der Heimfans und das positive Verhalten gegenüber den Fans der 49ers überzeu gten Ihn letztendlich von den Seattle Seahawks.

Es war damals kein spezieller Spieler, an dem er sich festhielt. Jedoch zählt er Cam Chancellor und Russell Wilson zu seinen Favoriten von damals. Auch Richard Sherman gehört dazu, obwohl dessen Abgang zu den 49ers ein wenig schmerzte.

Auch die drei haben Ihre eigenen Rituale zu den Seahawks Spielen. Vom einfachen Jersey tragen bis hin zu den “12 Socks” ist alles dabei. Andrea hat ein sehr cooles Ritual meiner Meinung nach. Bei jedem Sieg des Teams wird eine normale Glühbirne durch eine blaue Glühbirne im Haus ausgetauscht. Zum Ende der Saison erleuchtet passend zu Weihnachten das ganze Haus in Blau, wenn es eine erfolgreiche Saison für die Seahawks war.

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen und musste Andrea noch fragen, was in Seattle passiert, wenn ein Heimspiel der Seahawks ansteht. Mit dem Zug der Seattle Sounders geht es zum Stadion. Dieser ist schon morgens randvoll. Danach besucht man das Tailgating, trifft sich mit Anhängern der German Sea Hawkers oder Freunden. Doch sobald das Stadion aufmacht, ist Andrea dort zu finden und macht Stimmung und Lärm so viel es nur geht. Um das Stadion herum sind die Gebäude mit Fahnen usw. dekoriert. Vor dem Spiel treten die “Blue Thunder” auf. Die Konfettikanonen im Stadion dürfen natürlich nicht fehlen. Aber Achtung falls man plant auszuwandern und sich Season Tickets ergattern will. Doch für diese gibt es mehrere Wartelisten, also Geduld ist gefragt.


Teamname

Der Teamname Seahawks ergab sich durch eine Abstimmung der Fans, welche im Zuge der Gründung des Teams durchgeführt wurde.

Meine drei Gäste finden den Namen auch sehr passend zur Stadt. Es gefällt Ihnen, das der Name durch eine Abstimmung zustande kam, da somit der Hype und die Vorfreude auf das Team von Anfang an vorhanden war. Passend dazu hat man auch einen echten Fischadler als Maskottchen.


Fangruppe

Die German Sea Hawkers sind außergewöhnlich in ihrer Größe und Organisation. Als eingetragener Verein in Deutschland ist dies mehr als nur eine Fangruppe. Mit mehr als 1000 Mitgliedern und als eines von sechs internationalen Chapters des Seattle Boosters Club ist man ein einzigartiger Verein in Deutschland.

Mit der wachsenden Berichterstattung in Deutschland durch Pro7 und DAZN stieg die Anzahl der Fans um einiges an. Dies sah man auch bei der alljährlichen Mitgliederversammlung. Auch Fans anderer Teams sind zu Gast, um sich ein Bild der Vereinsstruktur machen zu können. Darüber hinaus ist der Verein auch regional gut aufgestellt mit mehreren Gruppen verteilt auf die Bundesländer und kleinen Fantreffen für diese.

Das Highlight bleiben jedoch die regelmäßigen Gruppenausflüge nach Seattle zu den Heimspielen Ihrer Seahawks. Dazu verfügt man über einen eigenen Podcast, verfasst eigene Artikel und organisiert Aktionen, an denen sich andere Fangruppen aus Deutschland dann auch beteiligen. Alles ganz nach dem Motto: Football is family!Zu finden sind die German Sea Hawkers auf so gut wie allen Social Media Plattformen. Falls ihr Interesse habt, ein Teil des Vereins zu werden, dann schaut auf der Homepage (https://www.germanseahawkers.com/) vorbei. Es lohnt sich!


Teamwert

„Man spielt jedoch in einer der stärksten Divisions der Liga.“

Natürlich habe ich mit den drei auch über die aktuelle Form Ihres Teams und die Stärke des Kaders geredet.

Mit Russell Wilson hat man 2012 den Franchise Quarterback gedraftet, der den Seahawks auch schon einen Ring einbringen konnte. Er kann zu den Top Quarterbacks des Jahres gehören und eventuell findet man seinen Namen auch wieder im Rennen um den MVP Titel. Seitdem er 2012 von den Seahawks gedraftet wurde warf er jedes Jahr mindestens 21 Touchdowns und ein positiver Record war Vorprogrammiert. Mit Geno Smith hat man einen guten Backup, sollte er benötigt werden.

Man ist sehr gespannt was D.K. Metcalf in seinem zweiten Jahr in der NFL bringen kann. Wie man weiß ist das zweite Jahr deutlich schwerer als das erste, jedoch ist er eine sehr gute Ergänzung in der Offense. Tyler Lockett darf natürlich nicht außen vor gelassen werden. Er gehört zu den Lieblings Anspielstationen von Wilson und wird auch wieder ein starkes Jahr haben. Dahinter hat man mit David Moore und Phillip Dorsett zwei gute Receiver die das Duo unterstützen. Die offene Frage bleibt nur Josh Gordon, welcher gerne wieder für die Seahawks auflaufen würde, jedoch immer wieder Probleme mit Drogen hat und somit auch schon das ein oder andere Spiel verpasst hat.

Auf der Running Back Position hatte man letztes Jahr so viel Verletzungspech, dass man sogar Marshawn Lynch für die letzten Spiele zurückholte. Mit Chris Carson, Carlos Hyde und Rashaad Penny ist man sehr solide aufgestellt. Als Run Heavy Team kann man erwarten, dass das Backfield Wilson ordentlich entlasten wird.

In Will Dissly sehen die drei viel Potenzial. Man hofft, dass er fit und gesund von seiner Verletzung letztes Jahr zurückkehrt und dem Team helfen kann. Seine Connection zu Wilson ist sehr gut, was ihn zu einer vielversprechenden Option in der Offense macht. Zudem konnte man Greg Olson dazu gewinnen, welcher vor allem auch im Blocking und Mentoring seine Rolle wieder finden wird. Dahinter warten noch junge Leute wie Luke Willson, Jacob Hollister und Rookie Colby Parkinson.

Die Defense stellt sich nach einem 4-3 Scheme auf. Ein Grund warum sich noch Free Agent Jadeveon Clowney letztes Jahr entschied sich den Seahawks anzuschließen. So wurde er als Defensive End aufgestellt, was auch eine bessere Bezahlung mit sich bringt.

Natürlich hofft man dass Clowney einen neuen Vertrag in Seattle unterschreibt, weil das Team einen Edge-Rusher wie ihn braucht. Trotzdem hat man es letztes Jahr nicht oft geschafft, den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen. Spieler wie L.J. Collier müssen eine Schippe drauflegen. Jarran Reed und Bruce Irvin können die Last nicht alleine tragen und hoffen auf mehr Unterstützung im nächsten Jahr.

Eine Reihe weiter hinten strotzt man nur so vor Qualität und Talent. Bobby Wagner gehört seit Jahren zu dem besten Inside Linebackern der Liga. Unterstützt wird er von K.J. Wright und Rookie Jordyn Brooks. Nicht zu vergessen ist Shaquem Griffin, welcher ein Idol für jeden Sportler sein sollte und zeigt, dass man sich nie aufgeben darf und immer weiter an sich glauben soll.

Das Backfield hat mit Jamal Adams einen sehr guten Safety dazu bekommen. Er und Quandre Diggs werden ein starkes Duo abgeben. Mit seiner Verpflichtung soll ein Zeichen an die anderen Spieler gesendet werden, welche noch überlegen, ein Vertragsangebot der Seahawks zu unterzeichnen. Abgerundet wird die Defense von den sehr guten Cornerbacks Tre Flowers, Shaquill Griffin und Marquise Blair, welcher als Nickel Cornerback auflaufen wird. Alle drei sind kein einfacher Gegner für Wide Receiver.

Zu den aktuellen Lieblingsspielern gehören ehemalige Superstars wie Cliff Avril, auch aufgrund seines super Charakters und Umgang mit den Fans. Rookie D.K. Metcalf konnte sich ebenfalls direkt in die Herzen der Fans spielen. Der Vorzeige-Athlet muss jedoch seine Leistung in der kommenden Saison bestätigen. Marshawn Lynch darf nicht fehlen in dieser Liste. Auch wegen seiner etwas rebellischen Art war er ein Liebling bei allen Anhängern der Seahawks. 

Den diesjährigen Online-Draft fand man etwas komisch und gestellt. Verwundert waren die drei darüber, dass die Seahawks wirklich mal in Runde Eins einen Spieler gewählt haben. Natürlich ist es schwer die Hintergedanken der Coaches und des Teams bei der Auswahl der Spieler zu verstehen, jedoch hätte man sich gerne den ein oder anderen Defensive Liner mehr gewünscht, anstatt mehrere Tight Ends.

1st Round: LB Jordyn Brooks

2nd Round: DE Darrell Taylor

3rd Round: G Damien Lewis

4th Round: TE Colby Parkinson, RB DeeJay Dallas

5th Round: DE Alton Robinson

6th Round: WR Freddie Swain

7th Round: WR/TE Stephen Sullivan

Man spielt jedoch in einer der stärksten Divisions der Liga. Mit den Arizona Cardinals hat man ein Team mit viel Potential. Mit Wide Receiver DeAndre Hopkins hat man Kyler Murray eine weitere Waffe zur Verfügung gestellt und möchte endlich wieder angreifen. Die San Francisco 49ers unterlagen vor wenigen Monaten noch den Kansas City Chiefs im Super Bowl LIV (20-31). Trotzdem darf man das Team in Rot und Gold nicht abschreiben. Auch sie gehören zu den Favoriten auf den Divisionsieg dieses Jahr. Die Los Angeles Rams sind das zweite Team der Division, welches in den letzten zwei Jahren im Super Bowl stand und diesen verloren. Ein großer Nachteil ist, dass man die nächsten Jahre keinen 1st Round Pick mehr besitzt und somit das Team nicht unbedingt mit jungen Spielern stärken kann. Die drei waren sich einig, dass zwischen Platz Eins und Drei alles möglich sei für die Seahawks. Platz Vier gehöre den Rams, wobei sich dies auch schnell ändern kann. Man erhofft sich ein kleines Tief bei den 49ers, ähnlich wie es die Rams nach der Super Bowl Niederlage hatten.


Zukunftsaussicht

COVID-19 macht die Vorbereitung auf die neue Saison bei keinem Team einfach. Trotzdem glaubt man, ein gutes Jahr haben zu können. Die Mannschaft hat sich auf den Kernpositionen kaum verändert bzw. noch verstärkt, mit Jamal Adams. Nicht ohne Grund munkelt man von einer “Legion of Boom 2.0”.

Außerdem muss man hoffen, dass nicht zu viele Spieler das Jahr freiwillig aussetzen, wie es aktuell bei vielen anderen Teams zu sehen ist. Ein Kandidat hierfür wäre Quarterback Russell Wilson, welcher frisch Vater geworden ist.


Fazit

Eine zwar noch sehr junge Franchise, jedoch dafür schon sehr erfolgreich findet sich im Washington State wieder. Ein Name der von den Fans bei der Gründung gewählt wurde und eine Fankultur in die man sich sehr schnell verlieben kann. Die Seattle Seahawks sind ein Team für jedermann.

Nochmals vielen Dank an Andrea, Oliver und Tobias. Ihr habt mir sehr viel über euer Team erzählen und zeigen können.

Ich glaube ich bleibe noch etwas in Seattle, einer sehr schönen Stadt. Mein nächstes Ziel steht aber auch schon fest. Bleibt dabei und findet heraus, wohin es mich als nächstes ziehen wird.

Hinterlasst mir gerne wieder euer Feedback, hier unter dem Artikel oder via Twitter. Ich freue mich darauf.

Bis bald!

Author
Tarik

Name: Tarik
Twitter: @tarikhurem_22
Favorite Team: New York Jets
Favorite Player: Julio Jones
Favorite FF-Player: Tyler Boyd
Favorite IDP: LB
Favorite IDP-Player: T.J. Watt
Debüt: 2016
Ligen dieses Jahr: 4
Gewonnen FF-SuperBowls: 0

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